
Willkommen
Si noti che le date di inserimento nel diario sono in ordine inverso, si parte da quella a fondo pagina. Per andare al primo giorno del diario di Dieter clicca qui!
- Dieter Finzen
- In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.
Mittwoch, 24. November 2010
24. November 1917

Dienstag, 23. November 2010
Montag, 22. November 2010
22. November 1917
Partiamo da Vilnius di primo mattino. La calma del fronte in Russia non è posto per le divisioni operative che hanno conosciuto il fronte occidentale. Il caricamento dei convogli e dei cavalli termina alle 08.00. Viaggiamo via Grodno e Byalistock verso Varsavia.Samstag, 20. November 2010
20. November 1917

Am 20. November stand das Regiment zusammen mit dem I.R. 31 auf dem Lukischkiplatz in Wilna vor dem Generalobersten von Eichhorn. Der Höchstkommandierende hielt eine Ansprache, in welcher er seinem Stolz Ausdruck gab, eine so wohl bewährte Truppe unter seinem Kommando zu haben.
Regiment's chronicles for that day:On November 20th, the regiment paraded together with I.R. 31 [Infantry Regiment] on the Lukisch Place in Wilna in front of colonel general von Eichhorn. As the highest commanding officer he delivered a speech in which he expressed his pride to be in command of such a seasoned unit.

IParata militare per sua eccellenza il Gen. von Eichhorn. Nonostante la pioggia torrenziale essa si è svolta senza problemi.
Dal diario di reggimento del giorno:Il 20 novembre il reggimento sfila con il 31 Regg. di Fanteria sulla piazza Lukishcki a Vilnius dinanzi al Gen. di C.A. von Eichhorn. In qualità di ufficiale comandante più alto in grado egli tenne un discorso nel quale espresse il suo orgoglio nell'essere comandante di una così ben efficiente unità.
Dienstag, 9. November 2010
Das FR 86 in Wilna


Am 21. Oktober wurde Wilna erreicht. Die Kompanien wurden in ehemaligen russischen Kasernen untergebracht, ganz friedensmäßig, mit Stubenältesten und Stubendienst. Die Division war Heeresgruppenreserve der Gruppe Eichhorn.
Die üblichen Reinigungen, Appells gaben den Füsilieren das soldatische Aussehen wieder. Durch Exerzieren wurde die Disziplin, durch Felddienstübungen die militärische Ausbildung vervollkommnet, insbesondere wurden die Erfahrungen aus der Flandernschlacht eingeprägt.
Ausmärsche in die Umgegend von Wilna ließen die 86er einen Blick tun in die ihnen noch fremde Welt des slavischen Ostens. […]
Auch Zerstreuung und geistige Anregung waren reichlich zu finden. Für Unterhaltung und Verbreitung politischer und militärischer Nachrichten sorgte die in Wilna erscheinende und gut geleitete Zeitung der 10. Armee. Ein Soldatenheim bot den Füsilieren in ihren dienstfreien Stunden Unterkunft und Anregung durch die Zeitung und Bücher. Theater und Operette brachten Erheiterung und Zerstreuung. Auch ernsten Kunstgenuß. Gute Konzerte erquickten die Musikhungrigen.
Leider zeigten sich den Angehörigen des Regiments auch Erscheinungen, die bei ihnen Kopfschütteln und Ärger auslösten. Wilna war Hochetappe. Auf den Straßen, in den Kaffees, im Theater sahen sie eine Fülle gutgekleideter, gutgenährter pelzgeschmückter Herren, die sichs wohl sein ließen und durchaus keinen g.v.-Eindruck machten. Der Soldat, der von einem Grabenkampf herkommt, ist gegenüber solchen Erscheinungen, zumal, wenn sie noch das schwarzweiße Band im Knopfloch tragen, recht empfindlich.
Die üblichen Reinigungen, Appells gaben den Füsilieren das soldatische Aussehen wieder. Durch Exerzieren wurde die Disziplin, durch Felddienstübungen die militärische Ausbildung vervollkommnet, insbesondere wurden die Erfahrungen aus der Flandernschlacht eingeprägt.
Ausmärsche in die Umgegend von Wilna ließen die 86er einen Blick tun in die ihnen noch fremde Welt des slavischen Ostens. […]
Auch Zerstreuung und geistige Anregung waren reichlich zu finden. Für Unterhaltung und Verbreitung politischer und militärischer Nachrichten sorgte die in Wilna erscheinende und gut geleitete Zeitung der 10. Armee. Ein Soldatenheim bot den Füsilieren in ihren dienstfreien Stunden Unterkunft und Anregung durch die Zeitung und Bücher. Theater und Operette brachten Erheiterung und Zerstreuung. Auch ernsten Kunstgenuß. Gute Konzerte erquickten die Musikhungrigen.
Leider zeigten sich den Angehörigen des Regiments auch Erscheinungen, die bei ihnen Kopfschütteln und Ärger auslösten. Wilna war Hochetappe. Auf den Straßen, in den Kaffees, im Theater sahen sie eine Fülle gutgekleideter, gutgenährter pelzgeschmückter Herren, die sichs wohl sein ließen und durchaus keinen g.v.-Eindruck machten. Der Soldat, der von einem Grabenkampf herkommt, ist gegenüber solchen Erscheinungen, zumal, wenn sie noch das schwarzweiße Band im Knopfloch tragen, recht empfindlich.
On October, 21st Wilna was reached. The companies took quarters in the former russian barracks, very much like in peace times with room eldest and room cleaning servicing. The division was Army Group Reserve of group Eichhorn. The usual cleanings and roll calls gave back soldierly appearance to the fusiliers. Discipline was brought to perfection by exercising, and military education by field servicing. Especially the experiences from the flanders battle were brought into the training. Marches into the environments of Wilna offered the 86's a view into the slavic east still unfamiliar to them.
Also distraction and metal stimulation were plenty. For entertainment and distribution of political and military news the newspaper of the 10th army took care, which was well-lead and appeared in Wilna. A casino offered home and stimulation to the fusiliers in their spare time with books and newspapers. Theatre and opera brought amusement and distraction as well as enjoyment of arts. Fine concerts gave relief to those hungry for music.
Unfortunately the members of the regiment also saw appearances that made their heads shake and created anger. Wilna was a high form of back area. On the streets, in the cafés, in the theatres, they saw a load of well-dressed and well-fed gentlemen decorated with noble fur coats, living in wealth and not leaving the impression to be invalidated out at all. The soldier coming from trench warfare, especially wearing the black and white band [i.e. being decorated with an iron cross] is quite sensitive for those appearances.
L'86° Reggimento Fucilieri a VilniusI diari di reggimento danno una buona descrizione di quei tempi a Vilnius, che saranno qui riportati in riassunto. Evidentemente il contrasto tra il fronte e le retrovie divenne così evidente da essere menzionato anche nei diari reggimentali.
Il 21 ottobre Vilnius fu occupata. Le compagnie si acquartierarono nelle caserme già appartenenti ai Russi, proprio come in tempo di pace, con camere più confortevoli e pulite. La Divisione costituiva il gruppo di riserva del Gruppo Eichhorn. Le periodiche pulizie e i contrappelli restituirono ai soldati l'aspetto di fucilieri. La disciplina fu riportata ad altissimo livello con esercitazioni e il comportamento militare migliorò con addestramento sul campo. Soprattutto l'esperienza nelle Fiandre fu portata nell'addestramento. Inoltre, le marce nei dintorni di Vilnius offrirono all'86° una visione dell'ambiente slavo orientale, fino ad allora sconosciuto.
Furono abbondanti anche le distrazioni e gli stimoli per la mente. Dell'intrattenimento e della diffusione di un notiziario politico e militare si occupò il giornale della 10^ Armata che, ottimamente diretto, apparve a Vilnius. Una "casa del soldato" offrì un luogo amichevole e stimolante per i fucilieri nel loro periodo di riposo, con libri e riviste. Rappresentazioni teatrali e musicali portarono divertimento e distrazione, così come il piacere delle arti. Bei concerti diedero sollievo a quegli affamati di musica.
Sfortunatamente i membri del reggimento videro cose che provocarono in loro agitazione e rabbia. Vilnius era una grande retrovia. Nelle strade, nei caffè, nei teatri, si vedevano frotte di damerini ben vestiti e ben pasciuti agghindati con abiti di preziose pellicce, uomini ben in salute che non davano minimamente l'impressione di avere una qualche invalidità. Il soldato proveniente dalla zona di trincea, specialmente se decorato di nastrino nero e bianco [cioè decorato con croce di ferro] era particolarmente sensibile a quello spettacolo
Dienstag, 2. November 2010
Wilna Ghetto
Der Text: Jiddisch - Deutsch
Wilne Stot fun Gajst un Tmimess - Wilna Stadt von Geist und Reinheit
Wilne jiddishlech fartracht - Wilna durch jiddische Augen betrachtet
Wu es murmlen schtile Tfiless - Wo ruhiges Gebet leise hörbar wird
Schtile Ssojdess fun der Nacht - Stille Geheimnisse der Nacht
Oftmol se ich dir in Cholem - Oft seh ich Dich im Traum
Hejs gelibte Wilne majn - Mein heiß geliebtes Wilna
Un di alte Wilner Geto - Und das alte Wilna Ghetto
In a nebeldikn Schajn - im nebeligen Schein
Wilne Wilne unser Hejmstot - Wilna Wilna unsere Heimatstadt
Unser Benkschaft un Bager - Nach der wir uns sehnen
Ach wi oft es ruft dajn Nomen - Ach wie oft hat der Klang deines Namens
Fun majn Ojg arojs a Trer - Eine Träne in mir ausgelöst
Wilner Geslech Wilner Tajchn Wilna - Deine Gassen Deine Teiche
Wilner Weldl Barg un Tol - Deine Wäldchen Berge und Täler
Epes nojet epes benkt sich - Wir sehnen uns nach Neuem und
Noch di Zeitn fun amol - Nach den alten Zeiten
Ch'se dem Weldele sakreter - Ich sehe die Wälder umzingelt
In sajn Schotn eingehilt - Eingehüllt in ihren Schatten
Wu gehejm es hobn Lerer - Wo die Lehrer insgeheim
Unser Wissnsdurscht geschtilt - Unseren Wissensdurst stillten
Wilne hot den erschtn Fodem - Wilna webte den ersten Faden
Fun der Frajhajtsfan gewebt - Der Flagge unserer Freiheit
Un di libe Kinder ire - Und belebte seine geliebten Kinder
Mit a zarten Gajst balebt - Mit zartem Geist
Quelle: http://www.hagalil.com/klezmer/nizza/texte/wilna.htm
Wilne Stot fun Gajst un Tmimess - Wilna city of spirit and purity
Wilne jiddishlech fartracht - Wilna seen through jiddish eyes
Wu es murmlen schtile Tfiless - Where murmured prayer faintly can be heard
Schtile Ssojdess fun der Nacht - Silent secrets of the night
Oftmol se ich dir in Cholem - Often do I see you in my dreams
Hejs gelibte Wilne majn - My beloved Wilna
Un di alte Wilner Geto - And the old Wilna ghetto
In a nebeldikn Schajn - In a foggy glow
Wilne Wilne unser Hejmstot - Wilna Wilna our home town
Unser Benkschaft un Bager - That we are yearning for
Ach wi oft es ruft dajn Nomen - Oh how often did the sound of your name
Fun majn Ojg arojs a Trer - Bring tears to me
Wilner Geslech Wilner Tajchn Wilna - Your alleys and your ponds
Wilner Weldl Barg un Tol - Your woods and hills and valleys
Epes nojet epes benkt sich - We are yearning for new times and
Noch di Zeitn fun amol - For the old times
Ch'se dem Weldele sakreter - I see the woods surrounded
In sajn Schotn eingehilt - Shrouded in their shades
Wu gehejm es hobn Lerer - Where our teachers in secret
Unser Wissnsdurscht geschtilt - satisfied our thirst for knowledge
Wilne hot den erschtn Fodem - Wilna weaved the first string
Fun der Frajhajtsfan gewebt - Of our freedom's flag
Un di libe Kinder ire - and gave life to its beloved children
Mit a zarten Gajst balebt - With a tender sprit
Source: http://www.hagalil.com/klezmer/nizza/texte/wilna.htm
ITMontag, 1. November 2010
1. November 1917

Die Straßen sind schmutzig, Asphalt kennt man nicht. Der Fahrdamm ist mit Holzbohlen ausgelegt, zwischen denen sich die schönsten Pfützen ansammeln.
Ebenso sind die Bürgersteige mit Holzbrettern versehen. Ab und zu fehlt einmal ein Brett, an dessen Stelle ein Loch sich der Passage hindernd in den Weg stellt. An der Stelle des Rinnsteines trennt ein 75cm tiefer und 50 cm breiter Graben den Bürgersteig von der Fahrstraße. Unangenehme Düfte entsteigen dem sich darin angesammelten Wasser und dem Schlamm. Geht man abends im Dunkeln durch die Straße hindurch, so kann man sich tatsächlich Arm und Bein brechen. Von den Landstraßen außerhalb der Stadt schon gar nicht zu reden; da sieht man statt der Straße nur eine breite Schlammasse. Im übrigen hat Wilna aber manch prächtiges Kunstwerk aufzuweisen, das aber leider inmitten der schmutzigen Umgebung nicht seine volle Wirkung zeigt.
Vor allem fällt die wunderbare Romanoffkirche mit ihren goldenen Zwiebelkuppeln auf, sodann die alte Ostra Brama, vor deren heiligen, wundertätigen Marienbild täglich kranke Menschen auf den Knien rutschen und um Gesundung beten, die Johannis-, die Annen-, die Nikolaikirche und die Stanislauskathedrale.
Insgesamt hat Wilna mehr als 20 Kirchen. Einen imposanten Eindruck, bietet der steil aufsteigende Schlossberg mit seiner Sternwarte. Von der Höhe dieses Berges hat man einen schönen Überblick über die Stadt. Ein deutsches Theater, ein deutsches Kino, sowie Soldatenheime sorgen für genügende Abwechslung und Unterhaltung. Wir sind in einer Kaserne am Ufer der Wilja einquartiert. Der Dienst besteht aus Exerzieren, Unterricht, signalisieren, Leitungsbau usw. Im allgemeinen haben wir eine recht gute Zeit in Wilna verbracht.
---Ebenso sind die Bürgersteige mit Holzbrettern versehen. Ab und zu fehlt einmal ein Brett, an dessen Stelle ein Loch sich der Passage hindernd in den Weg stellt. An der Stelle des Rinnsteines trennt ein 75cm tiefer und 50 cm breiter Graben den Bürgersteig von der Fahrstraße. Unangenehme Düfte entsteigen dem sich darin angesammelten Wasser und dem Schlamm. Geht man abends im Dunkeln durch die Straße hindurch, so kann man sich tatsächlich Arm und Bein brechen. Von den Landstraßen außerhalb der Stadt schon gar nicht zu reden; da sieht man statt der Straße nur eine breite Schlammasse. Im übrigen hat Wilna aber manch prächtiges Kunstwerk aufzuweisen, das aber leider inmitten der schmutzigen Umgebung nicht seine volle Wirkung zeigt.
Vor allem fällt die wunderbare Romanoffkirche mit ihren goldenen Zwiebelkuppeln auf, sodann die alte Ostra Brama, vor deren heiligen, wundertätigen Marienbild täglich kranke Menschen auf den Knien rutschen und um Gesundung beten, die Johannis-, die Annen-, die Nikolaikirche und die Stanislauskathedrale.Insgesamt hat Wilna mehr als 20 Kirchen. Einen imposanten Eindruck, bietet der steil aufsteigende Schlossberg mit seiner Sternwarte. Von der Höhe dieses Berges hat man einen schönen Überblick über die Stadt. Ein deutsches Theater, ein deutsches Kino, sowie Soldatenheime sorgen für genügende Abwechslung und Unterhaltung. Wir sind in einer Kaserne am Ufer der Wilja einquartiert. Der Dienst besteht aus Exerzieren, Unterricht, signalisieren, Leitungsbau usw. Im allgemeinen haben wir eine recht gute Zeit in Wilna verbracht.
Wilna is a comparatively big city, in which Jews dominate. The population lives in the filtiest circumstances. The Jew alleys offer a very strange picture with their rummage stalls hawking things. You do not pass any of these alleys without being obstructed by the Jews, who are all trading and bargaining. Strange dossers are bumming around everywhere, dirty and ragged, with bare feet.
The roads are filthy, asphalt streets seem to be unknown. The road bank is laid-out with wooden board, in between them many puddles. Also the foot-walks are laid-out with wooden planks. Every here and there a plank is missing, opening up a deep hole hindering the passage. Instead of a gutter, a small ditch half a meter wide and 75cm deep runs between the foot-walk and the road. An awkward smell rises from the ditch and its muddy water. Passing the roads in darkness, one can literally break his arms and legs. Not to speak of the roads outside the city; they are only mud pathes instead of roads. Nevertheless, Wilna also has some real magnificent artworks to offer, but unfortunately these are not really to stand out in this dirty environment.
First of all, the wonderful Romanoff Church with its golden onion domes stands out, followed by the Ostra Brama with diseased people skidding daily on their knees praying for healing in front of a miraculus picture of the virgin Mary, and then the Churches of John, Anna and Nicolay and finally the Stanislaus Cathedral.
Altogether, Wilna has more than twenty churches. An impressive sight offers the rising Castle hill with its observatory. From up there one has a beautiful view over the city. A german theatre, a german cinema as well as soldier's club offer distraction and entertainment. We are quartered in barracks close to the Wilna river bank. Daily service consits of excercising, instruction, signalling, practising laying wires and so on.
Altogether, we have spent a good time in Wilna.
The roads are filthy, asphalt streets seem to be unknown. The road bank is laid-out with wooden board, in between them many puddles. Also the foot-walks are laid-out with wooden planks. Every here and there a plank is missing, opening up a deep hole hindering the passage. Instead of a gutter, a small ditch half a meter wide and 75cm deep runs between the foot-walk and the road. An awkward smell rises from the ditch and its muddy water. Passing the roads in darkness, one can literally break his arms and legs. Not to speak of the roads outside the city; they are only mud pathes instead of roads. Nevertheless, Wilna also has some real magnificent artworks to offer, but unfortunately these are not really to stand out in this dirty environment.
First of all, the wonderful Romanoff Church with its golden onion domes stands out, followed by the Ostra Brama with diseased people skidding daily on their knees praying for healing in front of a miraculus picture of the virgin Mary, and then the Churches of John, Anna and Nicolay and finally the Stanislaus Cathedral.Altogether, Wilna has more than twenty churches. An impressive sight offers the rising Castle hill with its observatory. From up there one has a beautiful view over the city. A german theatre, a german cinema as well as soldier's club offer distraction and entertainment. We are quartered in barracks close to the Wilna river bank. Daily service consits of excercising, instruction, signalling, practising laying wires and so on.
Altogether, we have spent a good time in Wilna.
Vilnius è una città relativamente grande, nella quale prevalgono cittadini di religione ebraica. La popolazione vive in condizioni terribili. Le strade degli ebrei mostrano un singolare dispiegamento di baracche piene di cianfrusaglie da venditori ambulanti. Non riesci ad attraversare queste strade senza scontrarti con gli ebrei, tutti intenti a mercanteggiare ed a fare affari. Strani vagabondi girano ovunque, sporchi, arrabbiati e scalziLe strade sono sudicie, le strade asfaltate sembrano loro sconosciute. Le strade sono delimitate da tavole di legno, tra le pozzanghere. Anche i marciapiedi sono fatti di tavole. Qua e là alcune tavole mancano, creando profonde pozze che impediscono il passaggio. Invece della canaletta di scolo, c'è un piccolo fossato largo un metro e profondo 75 cm. che corre tra il marciapiede e la strada. Un pessimo odore sale dal fossato e dalla sua acqua fangosa. Se si attraversano quest strade di notte, ci si può letteralmente rompere le ossa. Per non parlare delle strade fuori città; non sono strade ma sentieri di fango. Nonostante ciò, Vilnius ha alcune opere artistiche veramente magnifiche ma, sfortunatamente, è difficile notarle in questo contesto di sporcizia.
Per prima cosa si può notare la magnifica chiesa dei Romanoff, con le sue cupole d'oro, seguita dalla Ostra Brama "porta dell'aurora" (gate of dawn ) e le sue schiere di gente ammalata che striscia sulle ginocchia per implorare la guarigione all'immagine miracolosa della vergine Maria; e poi la chiesa di Giovanni, di Anna e di Nicola e finalmente la cattedrale di Stanislao.Vilnius conta in tutto più di venti chiese. Una vista impressionante si può godere dalla collina del Castello col suo osservatorio. Da lì si ha una magnifica vista della città. C'è anche un teatro tedesco, un cinema tedesco, e pure un circolo per i soldati, che offrono qualche distrazione e intrattenimento. Alloggiamo in caserme poste vicino alle sponde della Vilna. Il nostro servizio giornaliero consiste di esercitazioni, istruzione, addestramento, pratica di segnalazioni e posa di cavi ecc.
Tutto sommato abbiamo trascorso a Vilnius un bel periodo.
PS: Thank you Roco for the translation and today´s pictures!
Abonnieren
Posts (Atom)
