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In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.
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Freitag, 16. April 2010

Vimy Höhe - Vimy Ridge

Die Schlacht von Arras fand am 9. April bis zum 16. Mai 1917 statt. Im Verlauf ihrer Offensive gelang es britischen und kanadischen Truppen, einen strategischen Höhenzug bei Vimy einzunehmen Schlacht von Vimy (engl. Battle of Vimy Ridge), ohne jedoch einen entscheidenden Erfolg zu erringen. Da das Gelände an der Somme für eine Durchbruchsoffensive ungeeignet war, sah Nivelle stattdessen vor, den Hauptangriff am Chemin des Dames zu führen, während die Briten eine Woche vorher bei Arras und am Vimy-Rücken diese Ablenkungsoffensive eröffnen sollten.

Der Angriffstermin wurde auf den Ostermontag, den 9. April um 05:30 Uhr festgelegt. Schnee und Nebel führten zu diesem Zeitpunkt zu schlechten Sichtverhältnissen. Nachdem der Angriff begonnen hatte, konnten die Briten schnell Raum gewinnen. Die deutschen Truppen wurden zum Teil in ihren Stellungen überrascht. Binnen weniger Stunden waren 9000 Gefangene eingebracht und ein Einbruch von 2 bis 5 Kilometern erzielt. Besonders erfolgreich war der Angriff der Kanadier auf den Vimy-Rücken, der bereits im ersten Anlauf genommen werden konnte.
Im weiteren Verlauf der Schlacht führten die Deutschen Verstärkungen heran und gingen an einigen Stellen zum Gegenangriff über, während die Briten ihre Artillerie nachzogen und versuchten, ihre Geländegewinne auszubauen. Mittlerweile hatten auch die Franzosen am 16. April ihre Offensive an der Aisne begonnen, die sich aber schnell zu einem Fiasko entwickelte. Die Briten gerieten dadurch unter Druck, ihre Angriffe fortzusetzen, konnten jedoch in der zweiten Phase der Schlacht ab dem 23. April gegen die jetzt besser gestaffelte deutsche Verteidigung nur noch kleinere Erfolge erzielen. Die Offensive endete schließlich, nachdem sich die deutschen Truppen wieder in feste Stellungen eingegraben hatten, in einem strategischen Patt und der Rückkehr zum gewohnten Stellungskrieg.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Vimy

Eine sehr detaillierte Analyse der Schlacht von Vimy findet sich hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Vimy_Ridge
http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Arras_(1917)

The Battle of Arras took place on 9 April to 16 May 1917. British and Canadian troops succeeded in taking a strategic ridge in Vimy (Known in English as The Battle of Vimy Ridge). It was not a decisive victory because the terrain on the Somme battleground was unsuitable for a breakthrough. Nivelle had decided the main attack to be on the Chemin des Dames, but a week before this battle the British at Arras and Vimy Ridge should open an attach as a distraction.

The attack date was on Easter Monday, 9 April clock set at 05:30. The visibility was poor due to snow and fog. The British were able to quickly gain ground and surprised some German troops in their positions. Within a few hours were 9000 prisoners had been taken and they had advanced 2-5 kilometres. Particularly successful was the attack of the Canadians on the Vimy Ridge, which was taken at the first attempt.


In the course of the battle, the Germans brought up reinforcements and counterattacked in places, while the British brought up their artillery and tried to expand their territorial gains. On April the 16th, the French began their offensive on the Aisne, which soon developed into a fiasco. The British were pressured to continue their attacks, however, in the second phase of the battle from 23 April they came up against better German defences and the attacked staggered with only minor successes. Finally the offensive ended, after the German troops had again dug into fixed strategic positions, and the war returned to the familiar stalemate of trench warfare.


see also:
http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Vimy_Ridge
http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Arras_(1917)




Freitag, 21. Juni 2013

Veteranen auf der Vimyhöhe, Propaganda

Auch der deutschen Propaganda entging nicht, dass ehemalige Soldaten des 1.Weltkrieges an die alten Schlachtfelder zurückkehrten.
Hier ein Beispiel vom 28.07.1940, das Dieters kritische Einstellung bzgl. der "Vermarktung" der Stätte ebenfalls thematisiert:


1940 in Frankreich auf der Vimy-Höhe: Mit deutschem Heldenblut getränkte Erde.



Die Stätten der schweren Stellungskämpfe im Weltkrieg sind in diesen Tagen oft das Ziel deutscher Soldaten. Besonders bei den älteren von ihnen ruft der Aufenthalt an diesen von deutschem Heldenblut getränkten Stätten zahlreiche Erinnerungen an das Fronterlebnis des Weltkrieges wach. - Bekanntlich hatten sich die Franzosen nicht gescheut, die deutschen und alliierten Stellungen aus dem Jahre 1917 auf der Vimy-Höhe zu einer Sehenswürdigkeit der Fremdenindustrie zu machen.

(L 5714) - PK van der Becke - Scherl, AV 60049, "Fr" OKW


Veterans on the Vimy Ridge, propaganda picture
Neither did German propaganda miss the fact that former 1st World War soldiers returned to the old battlefields.
Here is an example from 28.07.1940, which picks up the theme of Dieter's critical attitude to the "marketing" of the sites.


1940 in France on the Vimy Ridge; soil soaked in the blood of German heroes

The sites of the difficult static battles of the Great War are often nowadays the destination of German soldiers. Particularly for the older ones among them, their stay at these sites soaked in the blood of German heroes awakes countless memories of experiences at the front in the Great War. It is well-known that the French had no qualms about turning the German and Allied positions of 1917 on the Vimy Ridge into a tourist attraction.


FRA IT

Freitag, 9. April 2010

9. April 1917

Kurz nach Mitternacht rücken wir aus Douai ab. Die Kämpfe bei Arras sind nämlich für uns ziemlich brenzlig geworden. Der Tommy hat den Bayern die ganze Vimy-Höhe entrissen. Aus diesem Grunde müssen neue Streitkräfte nach vorn. Wir rücken mit unseren Bauwagen ab über Corbehem nach Brébières. Hier habe ich noch einige Stunden auf einem Schanktisch geschlafen.

Shortly after midnight, we move out of Douai. The fighting around Arras has got rather tricky for us. The Tommies have taken the whole Vimy Ridge from the Bavarians. Consequently, new forces have to move forward. We move with our construction wagons via Corbehem to Brébières. Here I sleep for a few hours on a bistrot table.





Poco dopo mezzanotte lasciamo Douai. I combattimenti attorno ad Arras si fanno troppo pericolosi per noi. I Tommy hanno conquistato l'intera altura di Vimy, strappandola ai Bavaresi. Per questo nuove forze devono farsi avanti. Ci muoviamo con i mezzi del genio via Corbehem verso Brébièries. Qui dormo per qualche ora sul tavolo di un bistrot.



Vimy-Höhe - Vimy Ridge


Größere Kartenansicht

Freitag, 21. Juni 2013

21. Juni 1940

Ein großartiger Tag! Morgens ½ 8 Uhr fahren wir mit einigen Kameraden mit einem P.K.W. und einem L.K.W. nach Arras. Wir haben dort verschiedene Aufträge zu erledigen. Ich sitze mit Stampfer und Hahn im Personenwagen. Die Fahrt geht durch altes Kampfgelände zunächst über Beaumont-Hamel, Miraumont, Achiet-le Petit, Puisieux nach dem viel umkämpften Arras. Hier haben Bomben und Granaten fürchterlich gewütet. Am schlimmsten sind die Zerstörungen beim  Bahnhof. Nach aussage der Zivilbevölkerung wurden 300 Zivilisten getötet und ungefähr 1000 verwundet. Auf unserem Rundgang durch die Stadt treffen wir viele Deutsche oder ehemalige Deutsche aus Lothringen, aus dem Rheinland und Westfalen, die auf dem Rückweg zur Heimat sind. Man kann den ganzen Tag deutsch sprechen. Alle schimpfen auf die Franzosen, die sie belogen und betrogen haben. Uns scheint, daß unter all diesen Deutschsprechenden die meisten ehemaligen Emigranten sind, die jetzt ihr deutsches Herz wiederentdeckt haben. Gegen 7 Uhr abends fahren wir mit unseren Autos aus Arras fort. Wir fahren zu den Schlachtfeldern des Weltkrieges. 
Unser Weg führt uns über St. Cathérine nach dem großen deutschen Kriegsfriedhof La Targette. Hier liegen angeblich 48000 Deutsche begraben. Unendlich ist die Zahl der dunklen Holzkreuze. Tagelang könnte man mit dem Lesen der Namen der Gefallenen zubringen. Trotzdem macht die Gesamtanlage einen gewaltigen Eindruck, und die Gräber sind in gutem Zustand. Blumen blühen auf dem weißen Kalkboden. Mir fällt die große Zahl von Bayern auf, die hier beigesetzt sind. Auf jedem Kreuz sind immer gleichzeitig 2 Namen verzeichnet, einer auf der Vorder-, der andere auf der Rückseite. Wir fahren  weiter auf die alles beherrschende Lorettohöhe, von der man einen wunderschönen Ausblick nach allen Seiten, ganz besonders nach Osten auf die in der Ebene liegende Stadt Lens mit ihren zahlreichen Kohlehalden hat. Auf der Höhe besuchen wir zunächst das gewaltige Denkmal, das in Form eines Leuchtturmes gebaut ist und auch eine Scheinwerferanlage in der Turmspitze besitzt. An der Vorderseite des Turmes liest man die Worte: „ A Nos Glorieux Morts Des Champs de Bataille de l´Artois et des Flandres”.
[KARTE]

Hinter dem Turm erstrecken sich zahlreiche Gräberreihen. Dann besuchen wir die Kapelle Notre Dame der Lorette, die in kurzer Entfernung neben dem Denkmal steht. Eine wundersame, gewaltige Stimmung geht vom Innern des Raumes aus, der ganz wunderschön ausgemalt und mit Mosaikwerken versehen ist. Eine feierliche Ruhe beherrscht den Raum. Der jetzige Krieg ist nicht ganz spurlos an der Kapelle vorübergegangen. Eine Granate hat eine Seitenwand des Gebäudes getroffen, aber nur ein ganz kleines Loch gerissen. Sonst ist drinnen und draußen nichts beschädigt. In einiger Entfernung von der Kapelle liegen mehrere zerschossene feindliche Tanks. Am Fuß der Lorettohöhe liegt das damals viel genannte Dorf Souchez, in dem auch jetzt wieder mehrere Häuser zerstört sind. Weiter nach Süden ragen die gewaltigen Ruinen der Kirche von St. Éloi empor. Auf derselben Straße geht es zurück, und dann biegen wir ab zur Vimy-Höhe, kommen durch das zerschossene Dorf Neuville-St.Vaast, nachdem wir an der Hauptstraße noch 2 Denkmälern unseren Besuch abgestattet haben, die dem Andenken der polnischen und der tschechischen Legion gewidmet sind, die auf Seiten Frankreichs gekämpft haben.
Auf der Vimy-Höhe erhebt sich das imposante Denkmal für 6000 gefallene Kanadier, eine sehr hübsche und saubere Bauausführung. Wieder haben wir einen schönen Blick auf Lens. Ich richte mein Augenmerk jedoch besonders nach Südosten, wo wir in den Orten Gavrelle und Roeux unseren Anteil an der Arrasschlacht Ostern 1917 zu bestreiten hatten. Nach heute verlaufen auf dem Vimyrücken die deutschen und kanadischen Schützengräben, die zu Teil in ein neues, dauerhaftes Gewand gekleidet sind, um die Erinnerung der Nachwelt zu überliefern. Noch stehen verschiedene Bunker und einfache Unterstände, und auch Granaten und militärische Ausrüstungsstücke aus der Zeit des großen Krieges liegen verstreut umher. Ganze, inzwischen wieder aufgeforstete Geländestreifen sind mit Draht umzäunt; vor ihrem Betreten wird durch viele Verbotsschilder gewarnt, da überall noch nicht krepierte Granaten umherliegen. Hier ergoß sich in den Jahren nach dem Weltkrieg eine Völkerwanderung von Engländern und Amerikanern, die hier ihre Souvenirs an den großen Krieg suchten. Eine Bude, in der man Karten und Andenken kaufen konnte, steht auch heute noch auf dem Schlachtfeld. Abends spät kommen wir nach Authuille zurück. Es war ein erlebnisreicher Tag!

 [Karte]
 
A wonderful day! At 7.30a.m. we drive with a few companions by car and lorry to Arras.   We have various jobs to do there. I go by car with Stampfer and Hahn. The journey goes through old battlefields, first past Beaumont-Hamel, Miraumont, Achiet-le Petit, Puisieux to the much fought-over Arras. Here bombs and grenades have done terrible damage. The worst destruction is around the station. According to what the civilian population tell us, 300 civilians were killed and about 1000 wounded. On our tour of the town we meet many Germans or former Germans from Lorraine, the Rhineland and Westfalia, who are on their way home. You could speak German the whole day. All curse the French, who lied to them and betrayed them. It seems to us that among all these German-speakers most are former emigrants who have now rediscovered their German hearts. At about 7pm we drive off again from Arras. We go to the World War  battlefields. 

Our route takes us via St. Cathérine to the large German military cemetery of La Targuette. Here they say that 48000 Germans lie buried. There is an endless number of dark wooden crosses.   You could spend days reading the names of the fallen. Yet the area as a whole makes a powerful impression, and the graves are in good condition. Flowers bloom in the white chalky ground.   What strikes me is the large number of Bavarians who are buried here. On every cross two names are noted, one on the front and the other on the back. We drive on to the Loretto Heights which dominate everything around, and from which you have a wonderful view on all sides, particularly to the east towards the town of Lens, lying in the plain, with its many coal bings. On the heights we first visit the powerful monument, which is built in the shape of a lighthouse, and which also has a searchlight in the top of the tower. On the front of the tower are written the words ” A Nos Glorieux Morts Des Champs de Bataille de l´Artois et des Flandres”
(to our glorious dead of the battlefields of the Artois and Flanders)

Behind the tower there stretch many rows of graves. Then we visit the chapel of Notre Dame de Lorette, which stands a short distance from the monument. A wondrous and powerful atmosphere spreads out from the interior, which is quite beautifully painted and decorated with mosaics. A solemn calm dominates the space. The present war has not quite passed the chapel by without a trace. A grenade hit the side wall of the building, but has created only a small hole. Otherwise there is no damage inside or outside. A short distance from the chapel lie several shell-riddled enemy tanks. At the foot of the Loretto Heights lies the village of Souchez much talked about at the time, in which many houses have once again been destroyed. Further to the south rise up the mighty ruins of the church of St. Éloi.  We head back by the same road, and then take off to Vimy Ridge, and drive through the bullet-riddled village of Neuville-St. Vaast, after completing visits to another 2 memorials on the main road, dedicated to the memory of the Polish and Czech legions who fought on the side of France.

At Vimy ridge the soars up an imposing memorial to 6000 fallen Canadians, a very attractive and neat construction. We have another good view of Lens. But I set my sights particularly to the south-east, where in the towns of Gavelle and Roeux we had to take our share in the fighting in the Battle of Arras at Easter 1917. Today the German and Canadian trenches still run along the Vimy Ridge, partly clothed in a new long-lasting covering in order to perpetuate the memory for generations to come.   Various bunkers and simple shelters are still in place, and the place is also littered with grenades and military weapons from the time of the Great War. Whole strips of land, since re-forested, are surrounded by wire; many signs forbidding entry warns against setting foot in them, since there are unexploded grenades lying around everywhere. In the years following the Great War a wave of immigration took place, with English and Americans looking for souvenirs of the Great War. On the battlefield there is still a stall where you can buy maps and souvenirs. Late in the evening we get back to Authuille. It was a day full of experiences!



FRA IT

Samstag, 24. April 2010

24. April 1917

Am letzten Nachmittag habe ich Dienst. Schon als ich mich am Mittag der Ferme nähere, sehe ich schon von weitem das Haus in rotem Staub gehüllt. Ein Volltreffer ist soeben eingeschlagen. Kaum bin ich in der Ferme angelangt und habe mich beim Apparat auf dem Dachboden niedergelassen, fährt wieder eine Granate ins Haus. Das halbe Dach stürzt ein, Fenster klirren, Steine fallen, Wände sinken.
Alle noch im Hause Verbliebenen bringen sich in Sicherheit. Auch ich mache mich aus dem Staube. Da fällt mir ein, dass der Apparat noch oben steht. Also noch einmal schnell ins Haus hinein, das jeden Augenblick zusammenstürzen kann, und auf den Boden hinauf! Dort steht noch der Kasten unbeschädigt. Ich baue ihn aus, werfe die Kabeldrähte zum Fenster hinaus, und im Tempo geht es wieder hinunter. Ungefähr 100m vor der Ferme fange ich jetzt die Leitung ab und führe sie in den Unterstand eines Lichtsignalisten hinein. Dort baue ich den Apparat wieder ein. Gottlob, die Leitung ist noch intakt! Gleich darauf erhalte ich den telefonischen Bescheid, dass die Divisionsbeobachtung auf der Mauville-Ferme aufgehoben ist. Jawohl, der Feind hatte sie aufgehoben! Ich hänge mir den Apparat um die Schulter, nehme die Batterie in die Hand und mache mich auf dem Weg nach rückwärts, d.h. [das heißt] nach Vitry. Der Tommy schießt wie verrückt. Mehrmals noch muß ich mich mit dem recht hinderlichen Gerät zu Boden werfen, um den Granateinschlägen auszuweichen. Erst gegen Abend treffe ich ein Vitry ein.


Alles in allem war die Beobachtung auf der Ferme jedoch eine tadellose Einrichtung. Mit aller Deutlichkeit konnte man durch die Scherenfernrohre die Infanterieangriffe verfolgen. Besonders
lebhaft waren die Kämpfe um das Dorf Gavrelle und den Bahnhof Roeux. Immer wieder ging unsere Infanterie zum Sturmangriff vor, musste aber ebenso oft wieder zurück gehen, während die Tommies ihrerseits vorsprangen. Wir konnten ganz klar erkennen, wie die Engländer in ganzen Kolonnen auf der Vimy-Höhe heranrückten, ohne dass sie in ihrem Vorrücken ernstlich gestört wurden. Die vorderste Linie war durch das fortwährende Einschlagen großer Brocken ganz deutlich gekennzeichnet.


On the final afternoon I am on duty. Already as I am approaching the farm at midday, I can see from far away that the house is shrouded in red dust. It has just taken a direct hit. I have no sooner reached the farm and settled into the attic with the phone when another shell hits the house. Half of the roof collapses, there is a sound of breaking glass, stones fall and walls cave in.
All of us who were still in the house take cover a safe distance away. I too make my way out of the dust. Then I realise that the phone is still upstairs. So it's back as fast as possible into the house, which could collapse at any time, and up into the attic. The set is still there undamaged. So I disconnect it, throw the wire leads out the window and double downstairs. About 100 metres from the farm I pick up the leads and lay them down into a [Véry] light signaller's dugout. There I set the phone up again. Thank God, the connection is still intact. Immdiately after this, I get a phone message to say that the divisional OP in Mauville Farm has been closed down. Yes indeed, the enemy closed it down! I sling the phone over my shoulder, take the battery in my hand and make my way back from the front, i.e. towards Vitry. Tommy is firing like mad. Several times I have to throw myself flat on the ground in spite of the cumbersome phone set to dodge incoming shells. I don't reach Vitry till that evening.


All in all, though, the OP in the farm was an impeccable setup. With the periscopic binoculars it was possible to observe in great detail the infantry attacks. The fighting was particularly hot around the village of Gavrelle and Roeux railway station. Our infantry stormed the enemy positions again and again, but just as often they had to fall back as the enemy advanced. We could see clearly how the English advanced onto Vimy Ridge in regular columns without their advance being seriously disrupted. The frontmost line was clearly recognisable from the constant fall of great clods of earth [thrown up by shellfire].




Sono di servizio alla fine del pomeriggio. Già a mezzogiorno, mentre mi avvicino alla fattoria, posso vedere da lontano che l'edificio è avvolto da una nube di polvere rossa. Deve essere stato appena colpito da un tiro diretto. Non faccio in tempo a raggiungere la fattoria e prendere posto alla mia postazione telefonica nella soffitta, quando un'altra granata colpisce la casa. Metà tetto crolla con un suono di vetri rotti, di pietre che cadono e di muri che franano.
Quelli di noi che si trovano ancora nell'edificio si rifugiano a distanza di sicurezza. Anch'io trovo la via d'uscita in mezzo alla polvere. Mi rendo conto, allora, che il telefono è ancora di sopra. Così torno indietro il più velocemente possibile nella casa, che può crollare da un momento all'altro, e su di corsa in soffitta. La centralina del telefono è ancora lì, intatta. Allora la scollego, getto i capi del cavo telefonico fuori dalla finestra e ridiscendo precipitosamente le scale. Porto i capi della linea telefonica a circa 100 metri dall'edificio e li butto in un deposito sotterraneo di razzi di segnalazione. Qui rimetto a posto il telefono. Grazie a Dio i collegamenti funzionano ancora. Subito dopo mando un messaggio per comunicare che il posto di osservazione divisionale di Mauville Farm è stato chiuso. Sì, in verità il nemico lo aveva chiuso! Mi metto il telefono in spalla, prendo le batterie e torno indietro dal fronte, cioè vado verso Vitry. I Tommy sparano come matti. Parecchie volte sono costretto ad appiattirmi a terra, nonostante l'ingombro del telefono, per schivare le granate in arrivo. Riesco a raggiungere Vitry solo la sera.


Tutto considerato, il Punto di Osservazione nella fattoria era ben fatto. Con il periscopio binoculare era possibile osservare dettagliatamente gli attacchi della fanteria. I combattimenti erano particolarmente cruenti nei dintorni del villaggio di Gavrelle e della stazione ferroviaria di Roeux. La nostra fanteria tempestava senza sosta le posizioni nemiche, ma altrettante volte doveva ripiegare sotto la sua avanzata. Potevamo vedere chiaramente come le truppe Inglesi avanzavano in colonne ordinate verso il saliente di Vimy, e la loro avanzata non era mai seriamente interrotta. La prima linea era chiaramente riconoscibile dalla continua ricaduta di enormi zolle di terra (lanciate in aria dai colpi dell'artiglieria).


Mittwoch, 1. Juli 2009

Chronologie

01.08.1916 - 11.09.1916
Dieter wird zum Militärdienst eingezogen. Grundausbildung in Flensburg.


12.09.1916 - 14.09.1916
Truppentransport an die Westfront nach Savy.


15.09.1916 bis 17.09.1916
Einquartierung in Savy.

18.09.1916 bis 20.10.1916
Einquartierung im Rekrutendepot in der Zuckerfabrik in Vis-en-Artois. Rekrutenausbildung.

21.10.1916 bis 23.11.1916
Wachdienst in Savy. Rekrutenausbildung.

23.11.1916 bis 13.12.1016
Abkommandierung zum Fernsprech-Doppelzug. Ausbildung in Chérisy.


13.12.1916 bis 21.12.1916
Ausbildung im Licht-Signaldienst in
Hendecourt.

21.12.1916 bis 22.01.1917
Erster Einsatz während der Schlacht an der Ancre. Brigadegefechtsstand in Irles. Störungsdienst.

22.01.1917 bis 18.02.1917
Ruhestellung der 18. Division in Vaulx. Ordonnanz bei Fernsprechstation, Leitungsbau.


18.02.1917 bis 10.03.1917
Arbeiten an der Siegfried Stellung bei Bullecourt.

10.03.1917 bis 17.03.1917
Vorbereitung des Rückzuges hinter die Siegfried Stellung im Rahmen der "Operation Alberich".

17.03.1917 bis 07.04.1917
Verlegung nach Denain, Ruhestellung.

07.04.1917 bis 25.04.1917
Verlegung nach Fresnes- Zweiter Einsatz im Rahme der Schlacht bei Vimy.

15.04.1917 bis 11.06.1917
Verlegung nach Rumilly hinter die Siegfried Stellung, Stationsdienst.

11.06.1917 bis
Krankentransport in das Feldlazarett 92, Cambrai, Operation wegen eingeklemmtem Leistenbruch.