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Bitte beachten Sie, dass die Einträge in umgekehrter Reihenfolge geschrieben sind, der erste Eintrag befindet sich unten auf der Seite. Um Dieters ersten Eintrag zu lesen, beginnen Sie bitte hier!

Please note that the entries on each page are in reverse order, first entry at the bottom of the page. To read Dieter´s first entry, please start from here!

Veuillez noter que les inscriptions au journal figurant à chaque page sont reprises dans l'ordre inverse, la plus ancienne étant en bas de page. Pour voir la toute première inscription de Dieter, commencez ici!

Si noti che le date di inserimento nel diario sono in ordine inverso, si parte da quella a fondo pagina. Per andare al primo giorno del diario di Dieter clicca qui!

Mein Bild
In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Sonntag, 22. Januar 2012

... und nun? ... and now?

Liebe Leser,

vor gut einer Woche haben wir den letzten Tagebucheintrag lesen können. Viele Strapazen liegen hinter Dieter, seit er im Sommer 1916 zum FR 86 eingezogen wurde. Manches mal schien es sehr gefährlich für ihn zu werden, etwa 1917 in Flandern, bei der Frühjahrsoffensive 1918 oder gar einen Tag vor dem Waffenstillstand, als es feindliche Flieger auf ihn abgesehen hatten...

... doch
nun ist der Krieg vorbei und Dieter wieder bei seiner Familie. Wie geht es nun weiter und was gibt es noch über Dieter und sein Tagebuch zu berichten?

Ich möchte Euch um etwas Geduld bitten, in kürze wird es einen weiteren Beitrag darüber geben, wie es weitergeht. 
Mein Dank gilt jedoch bereits jetzt allen Lesern und allen, die in großer Fleißarbeit geholfen haben, dieses Tagebuch in anderen Sprachen verfügbar zu machen.

Danke!


Dear Reader,

abount a week ago, we read Dieter's last diary entry. He had endured a lot of exertions, since he was called up to the FR 86. Sometimes it seemed to get quite precarious for him, like in Flanders 1917, in the spring offensive of 1918 or even one day before armictice, when enemy airplanes had targeted him......

... but now the war is over and Dieter back home again with his family. How does it go on and is there more to be told of Dieter and his diary?

I ask for a little patience, there will shortly be information on how it will develop.

But already now, my sincere thanks go to all readers and to all that helped with their work to make this diary available in other languages.

Thank You!



FRA

Caro lettore,
 
circa un settimana fa abbiamo letto l'ultima annotazione di Dieter. Egli dovette sopportare molte fatiche dal giorno in cui fu chiamato all'Fr 86. A volte la faccenda si rivelava molto precaria per lui, come nelle Fiandre nel 1917, nell'offensiva di primavera del 1918 o perfino il giorno prima dell'armistizio, quando gli aerei nemici l'avevano preso come bersaglio.....

...ma ora la guerra era finita e Dieter è di nuovo a casa con la sua famiglia. Come proseguirà la storia e c'è ancora da dire su Dieter ed il suo diario?

Vi chiedo un po' di pazienza, a breve ci saranno notizie su come la faccenda si svilupperà.

Ma già adesso, il mio sincero ringraziamento a tutti i lettori e a tutti coloro che hanno contribuito con il loro lavoro a rendere questo diario disponibile in altre lingue.

Grazie!

 

Sonntag, 15. Januar 2012

15. Januar 1919

Morgens um 530 Uhr fahre ich von Neu-Strelitz ab über Lalendorf, Güstrow, Kleinen nach Lübeck.

Von jetzt an hat Reserve Ruh!

 
0530 in the morning I take the train from Neu-Strelitz via Lalendorf, Güstrow, Kleinen to Lübeck.

From now on, the reserve may rest!

[Note: "the reserve may rest" seems to be a citation from a popular soldier's chanty "The reserve may rest" of that time.]



FRA


Alle 5 del mattino prendo il treno da Neu-Strelitz per Lubecca, via Lalendorf,  Gustrow e Kleinen.

D'ora in avanti, la riserva può riposare!

[Nota: "la riserva può riposare" sembra essere la citazione di un popolare canto militare "La riserva può riposare" dell'epoca.]
 

Samstag, 14. Januar 2012

14. Januar 1919

Am Nachmittag erhalte ich meine Entlassungspapiere und mein Entlassungsgeld und kann abschwimmen.

Somit ist die Militär- und die Kriegszeit für mich beendet, und ich bin endlich frei und mein eigener Herr.

Ich gehe nach Neu-Strelitz zurück und übernachte hier in einem Hotel.


 
In the afternoon I got my discharge papers and my severance pay and was detached. 

Thus, the military and the war for me is complete, and I'm finally free to be my own boss. 

I go back to Neu-Strelitz and stay here in a hotel.


FRA


Nel pomeriggio ottengo i documenti per il mio congedo, la paga e così
vengo distaccato dal reparto.

A questo punto, per me,  il servizio militare e la guerra sono finiti,
e finalmente sono padrone di me stesso.

Torno a Neu-Strelitz e mi fermo in un hotel.

   

Freitag, 13. Januar 2012

13. Januar 1919

Morgens um 721 Uhr fahre ich von Lübeck über Schönberg, Blankenberg, Bützow, Güstrow, Lalendorf, Waren, Neu-Strelitz nach meinem Ersatz-Bataillon in Alt-Strelitz. D.h. von Neu-Strelitz auch muß ich die letzte Etappe nach Alt-Strelitz zu Fuß zurücklegen. Hier melde ich mich auf unserer Schreibstube. Meine Kameraden sind schon alle entlassen. Ich lasse mir einen Quartiersschein geben und übernachte bei einem Bauern. Hier erhalte ich eine gute Verpflegung.
 
At 0721 in the morning I travel from Lübeck via Schönberg, Blankenberg, Bützow, Güstrow, Lalendorf, Waren, Neu-Strelitz to my reserve battailon in Alt-Strelitz, so I have to walk the final way from Neu-Strelitz to Alt-Strelitz. Here, I report at the orderly office. My comrades already all have been discharged. I ask for billets and spend the night on a farm. I receive very good meals.


FRA


Alle 7.21 del mattino da Lubecca vado al mio battaglione di riserva a Alt-Strelitz via
Schönberg, Blankenberg, Bützow, Güstrow, Lalendorf, Waren, Neu-Strelitz, così devo fare a piedi il tragitto da Neu-Strelitz a Alt-Strelitz. Qui mi metto a rapporto dall'ufficiale di picchetto. I miei compagni sono già stati congedati. Cerco un alloggio e passo la notte in una fattoria. Mi danno del buon cibo.

  

Montag, 9. Januar 2012

9. Januar 1919

Der Seminarunterricht beginnt wieder. Für uns Kriegsseminaristen sind besondere Kurse eingerichtet. Kursus A für diejenigen, die seinerzeit die wissenschaftliche Notprüfung gemacht, Kursus B für alle, die sie noch nicht gemacht haben. Am Vormittag findet seitens des Direktors eine Begrüßungsfeier für die heimgekehrten Krieger statt.
 
The seminaries [note: at high school] commence again. Special seminaries have been introduced for us war graduates: Course A for all that back then had passed the skeleton exam, Course B for those who did not. In the morning, the Headmaster had organised a welcome ceremony for the returned war veterans.


FRA

La scuola superiore comincia di nuovo. Scuole speciali sono state  preparate per noi graduati di guerra: il corso A per tutti quelli che hanno superato l'esame del sistema scheletrico, il corso B per quelli che non l'hanno superato. Al mattino il Preside ha organizzato una cerimonia per i reduci di guerra.
 

Samstag, 7. Januar 2012

7. Januar 1919

Hier verlasse ich den Transport. Von unserem Transportführer, dem 1. Generalstabsoffizier Hauptmann Reiche, haben wir einen Ausweis erhalten, mit dem wir erst einmal nach Hause und hinterher in unsere Garnison fahren können. Ich fahre alleine nach Hamburg und dann weiter nach Lübeck. Hier treffe ich nachmittags um 5 Uhr ein. Vor dem Bahnhof steige ich in die Straßenbahn und treffe eigenartigerweise drinnen im Wagen meine Mutter, meine Schwester und meinen zukünftigen Schwager. So habe ich gleich Gesellschaft auf dem Wege nach Mori.
 
Here, I leave the transport. From our transport leader, Officer of the General Staff Hauptmann Reiche, we received a pass that allows us to travel home and then further on to our garrison. I travel to Hamburg alone and from there on to Lübeck. Here I arrive at 5:00 p.m. In front of the station I enter a tram and inside weirdly meet my mother, my sister and my future brother in law. That way, I directly do have company on my way to Mori.


FRA

Lascio qui il convoglio. Dal nostro Comandante, l'ufficiale di Stato Maggiore Capitano Reiche, riceviamo un lasciapassare che ci consente di tornare a casa e e poi andare alla nostra guarnigione. Viaggio da solo verso Amburgo e da lì a Lubecca. Ci arrivo alle 5 di pomeriggio. Davanti alla stazione salgo su un tram e all'interno, magicamente, trovo mia madre, mia sorella e il mio futuro cognato. Così ho giusto la mia compagnia sulla via per Mori.
 

Freitag, 6. Januar 2012

... in guter Erinnerung - in good memories

 Seine Zeit in hann. Münden hat Dieter gut gefallen. Neben dem vielen Essen, das er über die Feiertage essen "musste" hatte es ihm das "Dorchen" Uckermann doch sehr angetan. In seinem Tagebuch gibt er sogar indirekt zu, verliebt zu sein (2. Januar 1919: "Meine Quartierswirtin meint, ich werde wohl von der Liebe satt. Das scheint mir auch!") (1. Januar 1919).

Noch jung in Lebensjahren scheint Dieter ein schüchterner und in Sachen "Damen" eher unerfahrener Soldat gewesen zu sein, zumindest gemäß eigener Aufzeichnungen ;-).

Als er am 16. September 1918 auf den Rückweg zur Front einen Zwischenhalt in Hamburg macht, geht er zwar auf die Reeperbahn, will aber nur das dortige Wachsfigurenkabinett (Panoptikum) besucht haben - in Wilna (1. November 1917) - einer Stadt, die sogar in der Regimentschronik vieldeutig als "Hochetappe" bezeichnet wird, findet sich ebenfalls keine Schilderung von "Damenbekanntschaften".

Die "wenigen" weiteren Damen, die Dieter in seinem Tagebuch erwähnt, seien an dieser Stelle kurz zusammengefaßt:

Seine erste Bekanntschaft macht er in Rumilly am 7. Mai 1917. Mit der Tochter der Gastgeber, Irma Sensée, "einem hübschen, jungen Madchen" unterhält er sich über Tage "ganz glänzend" und auch ihre Freundin Caroline möchte Dieter "in angenehmer Erinnerung behalten".  Als Dieter fast auf den Tag genau ein Jahr später erneut in den Ort kommt (
19. Mai 1918), liegt der Ort "tot dar" und scheint völlig zerstört. Voller Mitgefühl fragt er sich: "Irma Senée, wie mag es dir gehen, und wo magst du jetzt weilen?"

Die nächsten Bekanntschaften macht Dieter während seiner Einquartierung in Merdingen, 3. Februar 1918. Hier notiert er: "Merdingen ist ein nettes Dörfchen mit noch netteren jungen Mädchen. [...] Abends gehen wir oft spazieren oder belustigen uns mit Pfänderspielen im Kreise der Ortsfamilien. Mariechen Menner, Rosa Weber und Rosa Weiß sind mir in guter Erinnerung."

In Wambréchies (19. Juli 1918) trifft er auf die "kleine[n] Französin Valentine Cousin, einem "kleine[n], intelligente[n] Mädel" mit der Dieter sich "auf deutsch und auf französisch gut" unterhält.

Der erste Tanz seines Lebens gehörte dann "eine[r] hübsche[n] Rebekka" in Hoof (18. Dezember 1918)

... sein Herz scheint jedoch nur dem "Dorchen" gehört zu haben.




Auszug aus "Im Westen nichts Neues" mit ähnlicher Thematik (ab Min 2:10)
Excerp from "All quiet at the Western Front" with similar topic (from min 2:20)




Dieter enjoyed the time in hann. Münden a lot. Apart from all the good meals that he "had to have", he was very fond of Dorchen Uckermann. In his diary, even indirectly admits to be in love with her (Jan 1st, 1919): "My landlady says, it seems I get fed by love. It also appears to me like that!"

Still being young, Dieter seems to be a little shy and to be rather inexperienced concerning women, at least according to his diary ;-)

When he did a stopover in Hamburg on his way back to the front on September 16th, 1918, he visits the Reeperbahn, but only states to have visited the Panoptikum, a wax museum. In Wilna (November 1st, 1917), a city that is even in the regimental chronicles ambiguously called "a high form of back area", there are no notes on any girls he got to know.

The "few" women, that Dieter mentions in his diary, to be summarized shortly at this point:

His first friendship he meets in Rumilly on May 7th, 1917. He "brillantly does conversation" for days with the daughter of his local host, Irma Sensée, "a beautiful, young girl", and also her friend Caroline Dieter wants to "keep in good memories". When Dieter returns almost exactly one year later (May 19th, 1918), the village "lies in ruins" and seems to be completely destroyed. Full of compassion, he asks himself "Irma Sensée, how might you be now, where might you be?"

The next female friends Dieter met when he was billeted in Merdingen on February 3rd, 1918. He notes down here: "Merdingen is a lovely Village, with young girls even more lovely. [...] In the evenings, we often stroll around or have fun playing "hold in pledge" together with local fmailies. I very well remember Mariechen Menner, Rosa Weber and Rosa Weiß."

In Wambréchies (july 19th,1918), he meets "an intelligent little girl, Valentine Cousin [...] I did conversate well with her in german as well as in french".

the first dance of his life then went to "a lovely Rebekka" in Hoof on December 18th, 1918.

... but his Heart seems to only have belonged to Dorchen.


FRA

Bei ricordi
Dieter passò un buon periodo a Hann, a Münden ancora meglio. A parte il cibo che "dovette mangiare", egli mera molto attratto da Dorchen Uckermann. Nel suo diario, ammette perfino, indirettamente, di esserne innamorato (1° gennaio 1919): "la mia padrona di casa dice, sembra che io mi cibi d'amore. Sembra pure a me!"   

Essendo ancora giovane, Dieter sembra un po' timido ed abbastanza inesperto nei confronti delle donne, almeno in base al suo diario. ;-)

Quando si fermò ad Amburgo sulla via della ritirata dal fronte il 16 settembre 1918, egli visita la Reeperbahn, ma dichiara di aver visitato solo il Panoptikum, un museo delle cere. A Vilnius ( il 1° novembre 1917), una città che perfino nel diario di reggimento viene ambiguamente definita "una specie di grande retrovia", non ci sono accenni su nessuna ragazza che egli possa aver incontrato.

Le "poche" ragazze cui Dieter fa cenno nel diario sono, tanto per fare una breve sintesi:

La prima amica la incontra a Rumilly il 7 maggio 1917. Egli "brillantemente" conversa per giorni con la sorella del suo ospite, Irma Sensée, "una giovane e bella ragazza", ed anche della sua amica Caroline Dieter vuole "conservare un bel ricordo". Quando Dieter, quasi esattamente un anno dopo, (19 maggio 1918)  vi ritorna, Il paese "è un cumulo di rovine" e sembra essere completamente distrutto. Mosso a compassione, egli si chiede "Irma Sensée, chissà come stai ora, chissà dove sei?"

Un'amica successiva Dieter la incontrò quando era di stanza a Merdingen, il 3 febbraio 1918. Egli scrive: "Merdingen è un bel paese, con ragazze ancora più belle.  [...]  La sera ce ne andiamo in giro o ci divertiamo a giocare a "Simone dice" con le famiglie del posto.
Ricordo molto bene  Mariechen Menner, Rosa Weber e Rosa Weiß."

A Wambréchies (19 luglio 1918), incontra una "intelligente ragazzina", Valentine Cousin [...].
Parlo con lei molto bene sia in francese che in tedesco".

Il primo ballo della sua vita infine arrivò con "una bella Rebekka", a Hoof, il 18 dicembre 1918.

...ma il suo cuore sembra appartenere solo a Dorchen.