Willkommen

Bitte beachten Sie, dass die Einträge in umgekehrter Reihenfolge geschrieben sind, der erste Eintrag befindet sich unten auf der Seite. Um Dieters ersten Eintrag zu lesen, beginnen Sie bitte hier!

Please note that the entries on each page are in reverse order, first entry at the bottom of the page. To read Dieter´s first entry, please start from here!

Veuillez noter que les inscriptions au journal figurant à chaque page sont reprises dans l'ordre inverse, la plus ancienne étant en bas de page. Pour voir la toute première inscription de Dieter, commencez ici!

Si noti che le date di inserimento nel diario sono in ordine inverso, si parte da quella a fondo pagina. Per andare al primo giorno del diario di Dieter clicca qui!

Mein Bild
In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Samstag, 23. Februar 2013

23. Februar 1940

Vormittags habe ich befehlsgemäß mit dem Komp. Trupp auf einem Mistacker Stationen und Stellungen auszusuchen für die Übung am Nachmittag. Es ist ein böser Dreck, weil plötzlich Tauwetter eingetreten ist. Mittags um 1 Uhr rücke ich mit dem Kompanietrupp und den Nachrichtenschützen zum zweitenmal auf den Acker. Wir bauen eine Doppelleitung und besetzen die Stationen. Es ist eine fürchterliche Scheiße! Wir sitzen und liegen im Dreck und im Wasser. Nach der Übung mit Knallkörperwerfen, die nicht befriedigte, da es nicht die richtigen Knallkörper waren, müssen wir durch tiefes Wasser zurückwaten. Unsere alten Leute werden aus den Zügen herausgezogen. Ich muß auf meinem Posten bleiben. Wilstermann kommt aus dem Urlaub zurück und bringt mir Nachrichten von zu Hause.

In the morning I have to follow orders to seek out bases and positions with the company detachment for the afternoon exercise in a manured field. It's an evil mucky job, because a thaw has suddenly set in. At 1pm I return to the field for a second time with the company detachment and the intelligence recruits. We set up a double circuit line and occupy the bases. What a terrible shitty job! We sit and lie in muck and water. After the exercise with firecrackers, which were not satisfactory as they weren't the right kind of firecracker, we have to wade back through deep water. Our oldies are pulled out of the platoon. I have to stay at my post. Wilstermann comes back from leave and brings me news from home.


FRA IT

Freitag, 22. Februar 2013

22. Februar 1940

Morgens geht es zum Scharfschießen nach dem Schießstand Bent hinaus. Ich habe die Aufsicht beim Schützen. Bedingung: 200m liegend aufgelegt.
 
In the morning we head off to shoot live rounds at the Bent range. I am in charge at the shooting. Terms: lying flat at 200m with rested rifle.

FRA IT

Donnerstag, 21. Februar 2013

21. Februar 1940

Der Dienst geht weiter. Der Ersatz soll nicht für uns bestimmt sein. Scheiße!
 
Work goes on. The replacements are said not to be assigned for us. Shit!

FRA IT

Mittwoch, 20. Februar 2013

20. Februar 1940

Ein böser Tag. Um 1 Uhr Wecken. Die ganze Kompanie tritt bespannt auf dem Kasernenhof an. Um 3 Uhr ist Abmarsch. Es geht in die Senne zum Scharfschießen. Um 10 Uhr treffen wir im Lager Staumühle ein. Mehr als die Hälfte des Weges wurde marschiert, im übrigen durften wir aufsitzen. Der Weg ging über Lopshorn und Augustorf. Es war ein beschwerlicher Marsch durch hohen Schnee und auf glatten Straßen. Von 10-12 Uhr Pause. Das Schießen soll beginnen. Es stellt sich heraus, daß keine Munition zu haben ist. Folglich können wir nicht schießen. Um 1215 Uhr erfolgt der Abmarsch vom Lager. Der Rückweg geht über Augustorf, Pivitsheide, Heidenvedendorf. Um 6 Uhr kommen wir totmüde und abgekämpft nach Detmold zurück. Abend hören wir noch, daß 16 Mann Ersatz für uns gekommen sind. Hoffentlich kommen wir jetzt fort.
 
A terrible day. Reveille at 1am. The whole company reports in the barrack yard with field batteries. Set off at 3am. We are heading for the Seene to shoot live rounds. At 10am we arrive at the Staumühle camp: we marched more than half the way, otherwise we were allowed to sit on the vehicles. Our route took us through Lopshorn and Augustorf. It was an exhausting march through deep snow and on slippery roads. Break from 10-12. The shooting is supposed to start. It emerges that there is no ammunition to be had. As a result we can't shoot. At 12.15 we set off from the camp. The way back goes through Augustorf, Pivitsheide, Heidenvedendorf. At 6 we get back to Detmold dead tired and weary. In the evening we hear that a 16 man group of replacements has arrived for us. Let's hope we can now get away from here.

FRA IT

Samstag, 16. Februar 2013

16. bis 19. Februar 1940

Der garnisonsmäßig exakte Dienst hält unvermindert an. Ich stehe meistens zweimal am Tage mit Nachrichtendienst auf dem Dienstplan. Die Freizeit wird immer weniger. Wir warten auf unsere Ablösung und sprechen dauernd davon.
 
The precise garrison-style duties contiue unbated. Most days I appear on the duty list twice with intelligence work. There is less and less free time. We are waiting to be relieved and speak about it constantly.



FRA IT

Freitag, 15. Februar 2013

15. Februar 1940

½ 5 Uhr Wecken. 545 Uhr Antreten der Kompanie mit 3 Geschützen und der Feldküche. Wir sollen einen Marsch von 30km machen, und dabei liegt sehr hoher Schnee. Im letzten Augenblick wird der Marsch abgeblasen.
 
Reveille at 4.30. The company is to line up at 5.45 with 3 ?field guns? and the field kitchen. We are to do a 30km march, with heavy snow on the gound. At the last moment the march is called off.


FRA IT

Donnerstag, 14. Februar 2013

14. Februar 1940

Um 9 Uhr führe ich die 2. Schießabteilung zum Scharfschießen nach dem Schießstand Bent, 1 ½ Stunden von Detmold entfernt. Ich habe die Schießaufsicht. Bis 3 Uhr dauert die Geschichte. Wir schießen mit Gasmaske bei bösem Schneetreiben. Es ist nichts zu sehen. Die Schießergebnisse sind dementsprechend. Um 5 Uhr sind wir zurück, total fertig und abgespannt. Es gibt nur noch kaltes Mittagessen. Der Dienst ist ganz und gar auf die jungen Rekruten abgestimmt. Für uns ist er zu anstrengend; trotzdem müssen wir ihn mitmachen. Eine Handvoll „Alter“ ist noch da; ich bin der älteste. Es gibt wenig Freizeit.
 
At 9 I lead the 2nd rifle detachment (?) to the Bent shooting ground in order to shoot live rounds, an hour and a half from Detmold. We shoot with gas-masks on in nasty snow flurries. You can see nothing. The results are as you would expect. At 5 we are back, completely done in and washed out. All that's left is cold lunch. Duties are entirely geared for the young recruits. It is too exhausting for us; despite this we have to take part. A handful of "oldies" remains; I am the oldest. There is little free time


FRA IT