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- Dieter Finzen
- In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.
Samstag, 14. September 2013
Freitag, 13. September 2013
13. September 1940
Abends gehen wir ins Kino und sehen den Film „Krambambuli“, dazu die Wochenschau.Nachts sind wieder englische Flieger über uns. Zweimal müssen wir in den Keller hinunter.
During the night there are English planes over us again. We have to go down to the cellar twice.
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Mittwoch, 11. September 2013
11. September 1940
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Dienstag, 10. September 2013
10. September 1940
Auf der Schelde kommen immer neue Schiffe an; die Kästen werden immer größer. Sogar Kriegsschiffe liegen jetzt vor unserer Nase. Es ist ein tägliche Kommen und gehen, das auch dem Fein anscheinend nicht verborgen bleibt. Am Nachmittag erscheint ein englischer Aufklärer, der ohne Erfolg beschossen wird. Abends spät, als wir schon in den Betten liegen, kommt ein britischer Bomber, der unaufhörlich über uns kreist und Leuchtbomben abwirft.Wir ziehen uns an und gehen in unseren „Keller“. Da fallen auch schon die ersten Bomben,- es sind 5. Glücklicherweise sind sie weit weg vom Ort zu Boden gesaust. Da uns unten die Zeit zu lang wird, steigen wir wieder nach oben. Der Flieger ist aber immer noch nicht weg. Aus dem Fenster beobachte ich die Scheinwerfer und das Schießen. Endlich zieht der Tommy ab. Zugleich kommt ein Sturm auf. Vielleicht ist er des Wetters wegen abgedreht.
We get dressed and go into our "cellar". The first bombs are already falling - there are 5 of them. Fortunately they shoot to the ground far away from our location. Since we are getting bored down there, we go upstairs again. But the plane has not yet gone. I watch the searchlights and shooting from the window. Finally the Tommy leaves. At a same time a storm gets up. Maybe he veered off because of the weather.
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Sonntag, 8. September 2013
8. September 1940
Sonntag. Während des Vormittags ist es noch ganz schön; am Nachmittag wird es kalt, und es fängt an zu regnen. Originell sind die alten Trachten der Fischerinnen und Bäckerinnen, die aber nur von älteren Frauen getragen werden. Seit 8 Tagen erhalte ich die erste Post von meiner Frau. Die Unregelmäßigkeit in der Postzustellung ist kaum zu verstehen.
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Samstag, 7. September 2013
7. September 1940
Unaufhörlich passieren Kähne und Schiffe aller Art unseren Ort, die alle aus Deutschland kommen und mit deutschen Matrosen und Soldaten bemannt sind. Das geht nun schon tagelang so.Durch die Kanäle geht es weiter nach Ostende oder aber auch die Schelde abwärts in die See. Ob das große Unternehmen gegen England doch noch losgehen soll? Es ist interessant zu sehen, wie die großen Kähne alle gleichmäßig für einen bestimmten Einsatz hergerichtet sind. In dem kleinen idyllischen Städtchen gefällt es mir sehr gut. Schön ist ein Spaziergang auf den Deichen. Mit dem Leben im Hotel bin ich sehr zufrieden. Die Verpflegung ist ganz großartig und sehr reichlich. So gut habe ich es bislang noch an keiner Stelle während des Krieges gehabt.
From the canals they go on to Ostend or else down the Scheldt to the sea. Is the great operation against England going to start after all? It is interesting to see how the big barges are all equally equipped for specific deployment. I am greatly enjoying life in this idyllic little town. A walk on the dykes is pleasant. I am very satisfied with life in the hotel. The catering is quite excellent and very plentiful. Things have not been good as this anywhere so far during the war.
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Freitag, 6. September 2013
6. September 1940
Am Vormittag mache ich mit dem Sonderführer einen Bummel durch Brügge. Um 4 Uhr nachmittags fahren wir mit dem Auto fort. Bei Sluis kommen wir über die holländische Grenze. 515 Uhr treffen wir an unserem neuen Bestimmungsort Terneuzen ein, einem hübschen kleinen Städtchen an der Westerschelde. Hier hat der Tommy vorgestern 19 bomben abgeworfen, um die Schleusen zu zerstören. Der angerichtete Schaden ist gering. 2 Häuser sind schwer getroffen, und es hat einige Tote und Verwundete gegeben.Mit dem Sonderführer werde ich in dem besten Hotel des Ortes, „Grand Hotel Rotterdam“, untergebracht. Ich bekomme ein sehr schönes Zimer im 2. Stock, das sauber und nett eingerichtet ist. In Terneuzen liegt die Radfahr-Aufklärungs-Abt. 225, bei der morgen unser Lehrgang beginnen soll. Von meinem Fenster aus schaue ich über den Kanal und die Schelde, die hier beträchtlich breit ist. Leider ist das Leben in Holland bedeutend teurer als in Belgien. In meinem Protemonnaie ist eine merkliche Lücke entstanden.
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| Quelle: http://www.neuzeninterneuzen.nl/ |
With the Specialist Officer I am put up in the best hotel in the town, the "Grand Hotel Rotterdam". I get a very attractive room in the 2nd floor, clean and nicely equipped. The 225th Cycle Intelligence Division is stationed in Terneuzen, and the course is to start for them tomorrow. From my window I look out over the canal and the Scheldt, which is impressively wide here. Unfortunately life is significantly more expensive in Holland than in Belgium. A noticeable hole has emerged in my wallet.
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