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In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Freitag, 22. März 2013

22. März 1940

540 Uhr komme ich in Dortmund an. Ich begebe mich zum Bahnhofsoffizier und zur Auskunftsstelle, um dort zu erfragen, wo unsere Kompanie inzwischen geblieben ist. Zu meinem größten Erstaunen höre ich, daß die Kompanie immer noch im selben Ort liegt, von dem aus ich auf Urlaub fuhr. Hätte ich das geahnt, hätte ich mir die Fahrt nach Dortmund sparen können! Ich fahre mir dem Zug nach Unna zurück und gehe dann nach Kessebüren. 
Mein Zimmer im alten Quartier hat inzwischen Lt. Hebecker genommen. Ich soll das frei gewordene Zimmer des Hauptmanns bei einem Großbauern haben. Hier ergeben sich aber ungeahnte Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, so daß ich mir selbst ein neues Quartier im Ort suche, Ich bekomme ein Zimmer mit Bett beim Obergärtner Schramm. Es sind nette Leute. Am Nachmittag habe ich auf der Schreibstube einen Zusammenstoß mit dem Spieß- Ich begrüße die alten Kameraden, und am Abend habe ich mit  meinem Gastgeber noch eine lange Unterhaltung über Saatzuchtexperimente.

At 5.40 I arrive in Dortmund. I report to the station officer and the information post to enquire where our company has ended up by now. To my great astonishment I hear that the company is still in the same spot from which I set off on leave. If I had suspected that I could have saved myself the journey to Dortmund!   I go back by train to Unna and then go to Kessebüren.   In the meantime Lieutenant Hebecker has taken my old quarters. I am supposed to have the room vacated by the captain at one of the big farmers' places. Here however arise unforeseen difficulties and unpleasantness, with the result that I look for a new billet for myself in the village. I get a room with a bed at the head gardener Schramm's place. They are nice folk. In the afternoon I have an argument with the sergeant. I greet the old friends and in the evening I have a long conversation with my host about experiments with raising seeds.



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Donnerstag, 21. März 2013

21. März 1940

1955 Uhr Abfahrt von Lübeck. Der Zug hat ziemliche Verspätung. Alle Abteile sind gedrängt voll; an einen Sitzplatz ist nicht zu denken. Vom Hauptbahnhof Altona geht die Rückfahrt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster nach Dortmund.
 
Leave Lübeck at 19.55. The train is delayed by quite a bit. All compartments are densely packed; there's no question of getting a seat. From the main station at Altona (Hamburg) the return journey goes through Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster to Dortmund.



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Sonntag, 10. März 2013

Statistik

Liebe Leser dieses Blogs,
auch wenn es eher unüblich ist, Statistiken über einen Blog zu veröffentlichen, so möchte ich an dieser Stelle doch einmal zwei Auswertungen zeigen. Ich glaube, es ist für die Leser von Interesse, einmal zu sehen, von wem und wo dieser Blog gelesen wird.
Für mich ist es immer wieder Motivation genug, das Projekt weiter zu führen.
Bemerkenswert finde ich die Tatsache, das der Blog mehr in den USA gelesen wird als in Deutschland selbst.
Die Eindellung in der Leserschaft letztes Jahr ergab sich aus der Pause zwischen 1. und 2. Weltkrieg.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle, die mit Ihren Übersetzungen, Anregungen und Kommentaren an dem Erfolg dieses Projektes Anteil haben! Ohne Euch ginge es nicht!


Dear Blog readers
even though it is rather unusual to publish statistics about a blog, I would still like to show you two analyses. I think that it is interesting for the reader to see by whom and where this blog is being read.
For me it always provides enough motivation to continue the project.
I find it remarkable that the blog is read more in the USA than in Germany itself.
The dip in readership last year resulted from the gap between the 1st and 2nd World Wars.

At this point my warm thanks to all those who play a part in the success of this project with their translations, encouragement and comments. Without you it wouldn't happen!
 

















Entwicklung der Besucherzahlen seit Start im Mai 2008
Developement of visits since the start in May 2008























Besucherzahlen seit Mai 2008 nach Ländern
Visitors since May 2008 by countries


 
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Freitag, 8. März 2013

8. – 21. März 1940

Mein 2. Urlaub!
 
My 2nd leave!

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8. März 1940

Um 6 Uhr werde ich geweckt. Ich trinke Kaffe mit den Bürgermeisterleuten, die sich gänzlich verändert zeigen. Dann geht es zum Bahnhof Kessebüren. 735 Uhr fährt der Zug nach Unna. Hier steige ich in den Eilzug nach Münster und fahre dann mit dem D-Zug über Osnabrück, Bremen nach Hamburg. Um 5 Uhr nachmittags bin ich bereits in Lübeck, treffe aber niemanden zu Hause an. Ich gehe zum Balauerfohr, kehre zu meiner Wohnung zurück, muß nochmals eine Weile warten, - und dann kommt meine Frau mit den Kindern. Es gibt ein frohes Wiedersehen!


Größere Kartenansicht 

 
I am woken at 6. I drink coffee with the mayor's family, who seem to have completely changed their attitude. Then off to Kessebüren station. At 7.35 the train leaves for Unna. Here I change for the fast train to Münster and then go by express train through Osnabrück and Bremen to Hamburg. I am in Lübeck by 5p.m., but no-one is at home. I go to the Balauerfohr, go back home, have to wait a bit longer - and then my wife arrives with the children. A happy reunion!



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Donnerstag, 7. März 2013

7. März 1940

4 Uhr Wecken. Wir marschieren über Ahlen, Heeßen, Hamm, Pelkum, Nordbögge, Altenbögge, Heeren-Werne, Alteide, Unna nach Kessebühren, einem kleinen Dorf. Zusammen mit 9 Mann vom Komp.Trupp werde ich beim Bürgermeister untergebracht. Mein Zimmer ist sehr gut, ich bekomme im Hause aber nichts zu essen. Ich schmiere mir ein Brot und trinke ein Glas Wasser dazu. Um ½ 10 Uhr lege ich mich schlafen, werde um 10 Uhr aber schon wieder herausgeholt. Ich soll sofort zur Schreibstube kommen, denn ich soll morgen auf Urlaub fahren. Alle notwendigen Angelegenheiten müssen noch in später Abendstunde erledigt werden. In dem unbekannten Ort tappe ich im Dunkeln zum Rechnungsführer, hole mir auf einer anderen Stelle Marschverpflegung, den Oberleutnant muß ich sogar aus dem Bett holen, und dann packe ich anschließend meine Sachen.
 
Reveille at 4a.m. We march via Ahlen, Heeßen, Hamm, Pelkum, Nordbögge, Altenbögge, Heeren-Werne, Alteide, Unna to Kessebühren, a small village. I am billetted at the mayor's house along with 9 men from the company detachment. My room is very good, but I get nothing to eat at the house. I spread some bread for myself and drink a glass of water with it.   At 9.30 I go to bed, but am hauled out again at 10. I am to go to the office right away, as I am to go on leave tomorrow. All necessary business has to be seen to even though it is late in the evening.   In this unknown village I grope my way in the darkness to the paymaster, get my travel provisions at a different place, I even have to get the first lieutenant out of his bed, and then I finally pack my things.



FRA IT

Mittwoch, 6. März 2013

Examen

DEU

 
During all the war bustles,
I personally loved to
pass an exam
and to let my mind ignore all the other things.


FRA IT