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Mein Bild
In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Donnerstag, 21. März 2013

21. März 1940

1955 Uhr Abfahrt von Lübeck. Der Zug hat ziemliche Verspätung. Alle Abteile sind gedrängt voll; an einen Sitzplatz ist nicht zu denken. Vom Hauptbahnhof Altona geht die Rückfahrt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster nach Dortmund.
 
Leave Lübeck at 19.55. The train is delayed by quite a bit. All compartments are densely packed; there's no question of getting a seat. From the main station at Altona (Hamburg) the return journey goes through Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster to Dortmund.



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Sonntag, 10. März 2013

Statistik

Liebe Leser dieses Blogs,
auch wenn es eher unüblich ist, Statistiken über einen Blog zu veröffentlichen, so möchte ich an dieser Stelle doch einmal zwei Auswertungen zeigen. Ich glaube, es ist für die Leser von Interesse, einmal zu sehen, von wem und wo dieser Blog gelesen wird.
Für mich ist es immer wieder Motivation genug, das Projekt weiter zu führen.
Bemerkenswert finde ich die Tatsache, das der Blog mehr in den USA gelesen wird als in Deutschland selbst.
Die Eindellung in der Leserschaft letztes Jahr ergab sich aus der Pause zwischen 1. und 2. Weltkrieg.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle, die mit Ihren Übersetzungen, Anregungen und Kommentaren an dem Erfolg dieses Projektes Anteil haben! Ohne Euch ginge es nicht!


Dear Blog readers
even though it is rather unusual to publish statistics about a blog, I would still like to show you two analyses. I think that it is interesting for the reader to see by whom and where this blog is being read.
For me it always provides enough motivation to continue the project.
I find it remarkable that the blog is read more in the USA than in Germany itself.
The dip in readership last year resulted from the gap between the 1st and 2nd World Wars.

At this point my warm thanks to all those who play a part in the success of this project with their translations, encouragement and comments. Without you it wouldn't happen!
 

















Entwicklung der Besucherzahlen seit Start im Mai 2008
Developement of visits since the start in May 2008























Besucherzahlen seit Mai 2008 nach Ländern
Visitors since May 2008 by countries


 
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Freitag, 8. März 2013

8. – 21. März 1940

Mein 2. Urlaub!
 
My 2nd leave!

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8. März 1940

Um 6 Uhr werde ich geweckt. Ich trinke Kaffe mit den Bürgermeisterleuten, die sich gänzlich verändert zeigen. Dann geht es zum Bahnhof Kessebüren. 735 Uhr fährt der Zug nach Unna. Hier steige ich in den Eilzug nach Münster und fahre dann mit dem D-Zug über Osnabrück, Bremen nach Hamburg. Um 5 Uhr nachmittags bin ich bereits in Lübeck, treffe aber niemanden zu Hause an. Ich gehe zum Balauerfohr, kehre zu meiner Wohnung zurück, muß nochmals eine Weile warten, - und dann kommt meine Frau mit den Kindern. Es gibt ein frohes Wiedersehen!


Größere Kartenansicht 

 
I am woken at 6. I drink coffee with the mayor's family, who seem to have completely changed their attitude. Then off to Kessebüren station. At 7.35 the train leaves for Unna. Here I change for the fast train to Münster and then go by express train through Osnabrück and Bremen to Hamburg. I am in Lübeck by 5p.m., but no-one is at home. I go to the Balauerfohr, go back home, have to wait a bit longer - and then my wife arrives with the children. A happy reunion!



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Donnerstag, 7. März 2013

7. März 1940

4 Uhr Wecken. Wir marschieren über Ahlen, Heeßen, Hamm, Pelkum, Nordbögge, Altenbögge, Heeren-Werne, Alteide, Unna nach Kessebühren, einem kleinen Dorf. Zusammen mit 9 Mann vom Komp.Trupp werde ich beim Bürgermeister untergebracht. Mein Zimmer ist sehr gut, ich bekomme im Hause aber nichts zu essen. Ich schmiere mir ein Brot und trinke ein Glas Wasser dazu. Um ½ 10 Uhr lege ich mich schlafen, werde um 10 Uhr aber schon wieder herausgeholt. Ich soll sofort zur Schreibstube kommen, denn ich soll morgen auf Urlaub fahren. Alle notwendigen Angelegenheiten müssen noch in später Abendstunde erledigt werden. In dem unbekannten Ort tappe ich im Dunkeln zum Rechnungsführer, hole mir auf einer anderen Stelle Marschverpflegung, den Oberleutnant muß ich sogar aus dem Bett holen, und dann packe ich anschließend meine Sachen.
 
Reveille at 4a.m. We march via Ahlen, Heeßen, Hamm, Pelkum, Nordbögge, Altenbögge, Heeren-Werne, Alteide, Unna to Kessebühren, a small village. I am billetted at the mayor's house along with 9 men from the company detachment. My room is very good, but I get nothing to eat at the house. I spread some bread for myself and drink a glass of water with it.   At 9.30 I go to bed, but am hauled out again at 10. I am to go to the office right away, as I am to go on leave tomorrow. All necessary business has to be seen to even though it is late in the evening.   In this unknown village I grope my way in the darkness to the paymaster, get my travel provisions at a different place, I even have to get the first lieutenant out of his bed, and then I finally pack my things.



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Mittwoch, 6. März 2013

Examen

DEU

 
During all the war bustles,
I personally loved to
pass an exam
and to let my mind ignore all the other things.


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6. März 1940

7 Uhr Wecken. Beim Verlassen des Quartiers vermisse ich meine Taschenlampe. Es liegt hoher Schnee. Alles ist weiß. Der Marsch geht weiter. Wir kommen über Wiedenbrück, Batehorst, Stromberg nach Beckum.
Gegen 6 Uhr abends komme ich ins Quartier zu einem Porzellanwarenhändler in der Ostmarkstraße. Mir steht ein ausgezeichnetes Bett zur Verfügung. Aber mein Quartierswirt ist ein ganz brummiger Gesell. Er hat 9 Kinder. Überhaupt ist dieser katholische Landstrich sehr kinderreich.

 
GB FRA IT