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In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Samstag, 24. August 2013

24. August 1940

Morgens um 6 Uhr werde ich plötzlich durch einen Melder geweckt. Ich muß mich sofort fertig machen; denn ich soll auf Befehl von Hauptm. Sietz um 7 Uhr am Nordausgang von Oudenberg stehen. Ich habe keine Ahnung, was los ist. Mit einem schnell beschafften Rad fahre ich los und bin um ½ 8 Uhr dort. Aus Kaffee mußte ich verzichten. An Ort und Stelle angekommen, höre ich, daß eine große Fahndungsaktion nach Spionen und Personen ohne Ausweis unternommen werden soll, die sich noch auf den morgigen Tag erstrecken soll. Ich soll für eventuelle Dolmetscherdienste zur Verfügung stehen. Um ½ 11 Uhr bekomme ich den Auftrag, einen festgenommenen Zivilisten nach Ostende zu bringen. Wir fahren beide mit dem Rad. Nach Erledigung meines Auftrages kehre ich in mein altes Quartier zurück. Ich verabschiede mich vom Sonderführer und von einigen Kameraden, nehme meine Sachen und gehe zum II.Batl.
Hauptm. Jacobsen stellt mir einen Kraftfahrer zur Verfügung, mit dem ich nach Oudenberg zurückfahre.
Die systematische Durchsuchung der Orte, und zwar Haus für Haus, ist überall in vollem Gange. Alle Passanten werden angehalten, müssen sich ausweisen oder werden sonst zu den eingerichteten Sammelstellen gebracht. Alle Brücken sind von Soldaten besetzt. Die Kompanie rückt langsam nach Zandvoorde vor. Hier bleiben wir und beziehen mit ein paar Mann Quartier in einem Gasthaus.

 
At 6a.m. I am suddenly woken by a messenger. I have to get ready immediately; because I have to be ready for Captain Sietz's orders at 7 at the northern exit from Oudenberg. I have no idea what is going on. I get hold of a bike quickly and set off and at 7.30 I am there. I have to do without coffee. Once I get to my position I hear that a big search operation is to take place for spies and individuals without papers, which is to carry on until tomorrow. I am to be available for potential interpreting duties. At 10.30 I am given the task of taking an arrested civilian to Ostend. We both go by bike. Once I have completed my duties I go back to my old quarters. I say goodbye to the specialist officer and a few fellow-soldiers, take my things and go to the 2nd Battalion. 
Captain Jacobsen puts a driver at my disposal, with whom I drive back to Oudenberg.
The systematic search of the towns, indeed house by house, is in full swing. All pedestrians are stopped, have to prove their identity or else are taken to the assembly points which have been arranged. All the bridges are occupied by soldiers. The company slowly moves to Zandvoorde. We remain here and take up quarters with a couple of men in an inn.


FRA IT

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