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In Mori (Stockelsdorf) bei Lübeck aufgewachsen, habe ich bereits von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg im Füsilierregiment "Königin" Nr. 86 teilgenommen. Im August 1939 wurde ich als Veteran in die Wehrmacht eingezogen. In diesem Blog veröffentliche ich mein Kriegstagebuch.

Freitag, 19. Juli 2013

Hitlers Rede vor dem Reichstag am 19.07.1940

Nach Beendigung des Westfeldzuges hält Hitler eine Rede vor dem Reichstag:

"Mister Churchill hat soeben wieder erklärt, daß er den Krieg will. Er hat nun vor etwa sechs Wochen mit dem Krieg in dem Raum begonnen, in dem er anscheinend glaubt wohl besonders stark zu sein, nämlich dem Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung. ... Allein, ich bin mir darüber im klaren, daß die Fortführung dieses Kampfes nur mit der vollständigen Zertrümmerung des einen der beiden Kämpfenden enden wird. In dieser Stunde fühle ich mich verpflichtet, vor meinem Gewissen noch einmal einen Appell an die Vernunft auch in England zu richten. Ich glaube, dies tun zu können, weil ich ja nicht als Besiegter um etwas bitte, sondern als Sieger nur für die Vernunft spreche. Ich sehe keinen Grund, der zur Fortführung dieses Kampfes zwingen könnte. Ich bedauere die Opfer, die er fordern wird."


Die Rede als Tondokument Teil 1


 
After the conclusion of the Western campaign Hitler delivers a speech to the parliament *:

"Mister Churchill has just explained once more that he wants war.   It is 6 weeks now since he got involved in war in the area in which he apparently thought he was particularly strong, namely aerial warfare against the civilian population....   I alone, however, am absolutely clear that the prosecution of this struggle can only end with the total destruction of one of the two combatants.   At this moment I feel that it is my duty as a matter of conscience once more to direct a plea to reason in England too. I believe that I can do this not because I am begging for something as the vanquished, but because as conqueror I speak only for reason.   I can see nothing which could force the continuation of this struggle.   I lament the victims which it will claim".

*This was the speech in which he appeared to offer peace to Britain and her allies.



FRA IT

19. Juli 1940

Vormittags Typhus-Schutzimpfung. Abends um 7 Uhr hören wir im „Château“ zu Gistel die Übertragung der Führerrede aus dem Reichstag. Alle sind gewaltig beeindruckt.
 
In the morning typhus inoculations. In the evening at 7 in the "chateau" of Gistel we listen to the broadcast of the Führer's speech* from parliament**. All are hugely impressed.

* to mark the end of the successful campaign in the West
** not the familiar Reichstag building. After the 1933 fire the so-called parliament met in the Kroll Opera House.


FRA IT

Donnerstag, 18. Juli 2013

18. Juli 1940

Beendigung des Sportfests.
 
End of the sports festival.


FRA IT

Mittwoch, 17. Juli 2013

17. Juli 1940

Wir fahren mit unserem Auto nach Brügge zur Werkstatt-Kompanie, um den Wagen überholen zu lassen. Die Kompanie führt in Bekegem ein Sportfest durch.
 
We take the car to the workshop company in Bruges in order to have it serviced. In Bekegem the company is holding a sports festival.


FRA IT

Sonntag, 14. Juli 2013

14. Juli 1940

Sonntag. Trostlos, langweilig in unserem armseligem Dorf!
 
Sunday. Dismal, boring in our miserable village!


FRA IT

Donnerstag, 11. Juli 2013

11. Juni 1940

Am Vormittag fahren wir nach Ostende, um dort zu versuchen, Feuerung zu bekommen. Hier stehen wir denselben Schwierigkeiten gegenüber wie in Brügge. In der Stadt sind mancherlei Zerstörungen. Wir gehen am Kursaal vorbei und werfen einen Blick auf die Stadt und auf den Strand. Es ist schlechtes Wetter und schlechte Sicht. In Ostende spricht man flämisch, deutsch, französisch und englisch. Auf jeden Fall haben wir wieder einmal gut zu Mittag gespeist.
2 Mann von der Kompanie verlassen uns und fahren in Richtung Heimat, darunter Clasohm, der solange mit mir zusammen war. Der Kreis der Alten schmilzt noch mehr zusammen.

 
In the morning we drive to Ostende in order to try to get fuel there. Here we face the same difficulties as in Bruges. There is a lost of destruction in the town. We go past the entertainment hall and get a view of the town and the beach. The weather and visibility are bad. In Ostende they speak Flemish, German, French and English. At any rate we had another good lunch. 
2 men from the company leave us and set off for home, one of them Clasohm, who has been with me for so long. The oldies' circle is reducing even more.


FRA IT

Montag, 8. Juli 2013

8. Juli 1940

Vormittags fahren wir mit unseren Autos los, um für die Kompanie Brikett zu kaufen. In Brügge sind nirgends welche zu bekommen. Ich gehe zur Kommandantur, warte dort lange Zeit und erhalte endlich eine Anweisung auf 6 Ztr. Brikett, die wir von der Bunker-Station in Zeebrügge holen müssen. Es ist fürchterliches Wetter. In strömendem Regen kommen wir in Zeebrügge an. Die Kohlestation liegt am äußersten Ende der Mole, die während des Weltkrieges einmal hart umkämpft war. Auch hier gibt es keine Brikett; wir müssen uns mit Steinkohle begnügen. Im Regen geht es zurück nach Bekegem.

[Karte]
 
In the morning we set off in our vehicles in order to buy (coal) briquettes for the company. In Bruges there are none to be had anywhere. I go to headquarters, wait there for a long time, and finally get an allocation of 6 hundredweight of briquettes, which we are to pick up from the bunker station in Zeebrugge. The weather is terrible. In pouring rain we arrive in Zeebrugge. The coal depot is at the furthest end of the mole, which was much fought-over in the Great War.   There are no briquettes here either; we have to make do with anthracite. We head back to Bekegem in the rain.



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